sektfrühstück


Der Regen rauscht wie Schnee. Wie der Schnee in alten Fernsehapparaten, wenn das Testbild Sendeschluss hatte, oder die Antenne auf dem Dach versagte. Wenn Helmut die Augen schließt, sieht er das Pfeffer-und-Salz-Gewimmel deutlich. Öffnet er sie, sieht er den leeren Platz neben sich. Geht sein Blick weiter, sieht er das Grau des Morgens dahinter – nass und im Rauschzustand. Lachend.
»Ja, lach du nur«, murmelt er, richtet sich auf und kneift schmerzverzerrt die Augen zusammen. Er drückt den Handballen gegen die Schläfe und lässt sich zurück ins Kissen sinken. Wasser, ich brauch Wasser. Das hätte mir gestern Abend schon klar sein müssen. Wie zur Kontrolle blinzelt er wieder auf das Kissen neben sich. Es ist unbenutzt, auch nach dem zweiten Blick. Rasch kneift er die Lider aufeinander. Du Idiot!
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